| "Im vollbesetzten Saal des
Theaters am Aegi fand eine musikalische Premiere ganz eigener Art statt.
Das Hannoversche Jugend-Sinfonieorchester, das seit einem Jahr besteht
und das unter der Leitung der Geigerin Barbara Boehr und des Dirigenten
Heinz Hennig in aller Stille, aber offensichtlich mit dem Idealismus und
Enthusiasmus einer musikbesessenen Jugendlichkeit probt und arbeitet, stellte
sich der Öffentlichkeit vor. Das Interesse an diesem Debüt war
außerordentlich. Es gab wohl keinen Zuhörer, der mit seiner
Freude, ja mit seiner Bewunderung zurückhielt. Die Begeisterung war
berechtigt, überstieg doch das Leistungsvermögen, das von dem
jungen Klangkörper in harter Probenarbeit erreicht wurde, die kühnsten
Erwartungen. Dem Kulturamt der Landeshauptstadt, das von Anfang an die
Bestrebungen dieses Jugendorchesters nicht nur förderte, sondern überhaupt
erst ermöglichte, gebührt der Dank der musikalischen Menschen
Hannovers."
Erich Limmert,
Hannoversche
Allgemeine Zeitung, im April 1962.
Damit wurde die Idee verwirklicht, neben dem Knaben- und Mädchenchor auch jungen Instrumentalisten aus Hannover und Umgebung die Möglichkeit zum qualifizierten Zusammenspiel zu geben. Aufbauend auf der Arbeit privater Instrumentallehrer und schulischer Musikausbildung gab es mit Gründung des JSO erstmals in Hannover für Jugendliche die Möglichkeit, größere sinfonische Werke zu spielen. Daß ein Bedürfnis hierfür bestand und besteht, zeigt das Einzugsgebiet des Orchesters: aus Celle, Hameln, Wunstorf, Springe, Alfeld und vielen anderen Städten im großen Umkreis von Hannover kommen die Mitglieder zu den wöchentlichen Proben. Mit dem (ebenfalls von Prof.
Hennig geründeten) Knaben- und Mächenchor Hannover verbindet
das JSO seit vielen Jahren eine gemeinsame Aufführungstradition und
die Doppelmitgliedschaft einiger Instrumentalisten. So führten JSO
und Mädchenchor 1987 zusammen mit dem Chor der Medizinischen Hochschule
das War-Requiem von Benjamin Britten auf und gaben im Februar 1991 ein
gemeinsames Konzert mit dem Knabenchor zugunsten des Kinderhilfswerkes
im Kuppelsaal der Stadthalle.
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