Trauer, Trost und Blitze - Chorgemeinschaft in der Christuskirche Brahms: "Ein Deutsches Requiem" Die
Christuskirche lieferte den repräsentativen Rahmen für das jüngste
Konzert der Hannoverschen Chorgemeinschaft. Vor dem Altar bot der
zeitgleich zu dem von Johannes Brahms komponierten Deutschen Requiem
entworfene Raum genügend Platz für die große Schar der singenden Laien.
Aus den insgesamt sieben Sätzen formte Ludwig Theis mit besonnener
Zeichengebung ein bewegendes Ganzes. Schlichtheit war oberstes Gebot
der oratorischen Gestaltung. Der große Chor trug seinen Part
hingebungsvoll vor. Viele Chormitglieder sangen sogar fast auswendig
und konnten so den ständigen Blickkontakt zu ihrem Dirigenten halten.
Die leidige Tenorknappheit freilich zeigte sich auch hier. (Ludolf Baucke, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 10.11.2008)
Chopin mit Lachs und Bordeaux 19.
Open-Air-Konzert August 2007: Bernstein "Candide"-Ouvertüre, Gershwin
"Strike up the Band", Haydn Trompetenkonzert, Rachmaninoff
Paganini-Rhapsodie Etwa 3000
Gäste feierten gestern das traditionelle Fest der Chopin-Gesellschaft
vor dem Wilhelm-Busch-Museum. Das Wetter meinte es gut mit den
Klassik-Fans, die zudem von den Interpreten verwöhnt wurden. Und das
sollte angesichts der gebotenen Qualität ein Kinderspiel sein: Im
ersten Teil ließ das Junge Sinfonieorchester Hannover (Leitung: Tobias
Rokahr) in Bernsteins spritziger "Candide"-Ouvertüre und Gershwins
"Strike up the Band" gehörig die Muskeln spielen, um mit Haydns
berühmtem Trompetenkonzert (der souveräne Solist: Andreas Sichler)
anschließend ernsthaftere Töne anzuschlagen. Nach der Pause folgte dann
Sergej Rachmaninows blut- und glutvolle "Paganini-Rhapsodie" für
Klavier und Orchester. Ein Hörgenuss auf auch international höchstem
Niveau: Die feurig-farbintensiven Anschlagkünste der taiwanesischen
Tastenzauberin Gwyneth Chen. (Daniel Behrendt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 3.9.2007)
Sprungbrett (Daniel Behrendt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 19.6.2007)
Kraft und Klarheit Brahms: Deutsches Requiem mit dem Jungen Vokalensemble Hannover in der Markuskirche (Daniel Behrendt, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 11.3.2007)
Große Klänge mit jungen Sinfonikern Frühjahrskonzert 2006: Bruckner 4. Sinfonie, Beethoven "Coriolan"-Ouvertüre, Chopin 2. Klavierkonzert „Mit einer
forschen, effektvollen und präzise gespielten Coriolan-Ouvertüre von
Ludwig van Beethoven hat Dirigent Kerry Jago das Konzert des JSO
Hannover am Sonnabendabend eröffnet. Der große Orchesterklang wurde in
dem Klavierkonzert Nr. 2 f-moll von Frédéric Chopin weitergeführt und
steigerte sich noch: Sensibel und diszipliniert zugleich gestaltete
sich das Zusammenspiel der brillanten Solistin Seiko Tsukamoto mit dem
Orchester. (Leine-Zeitung, 20.2.2006)
"Das Junge
Sinfonieorchester Hannover und der Hochschulchor der Universität
Hannover führen mit Auszügen aus dem "Elias"-Oratorium von Felix
Mendelssohn-Bartholdy die alttestamentarische Geschichte des Propheten
als spannungsgeladenen Hörthriller auf. Die Musiker und Sänger
verstanden die verschiedenen Episoden eindrucksvoll in Szene zu setzen.
Carsten Krüger schlüpfte als Rezitator und Bass in die Rolle des Elias:
ein Mensch zwischen Tatendrang und Resignation, Hoffnung und
Enttäuschung, Selbstzweifeln und von Engeln beflügelter
Siegesgewissheit. Das Publikum erlebte am Sonntag auf Einladung der
Kreissparkasse und des Tagungshauses Bredbeck ein Mammutprojekt in
doppeltem Sinn: Für das Monumentalwerk "Elias" hatte sich das aus
früheren Gastspielen bekannte Orchester mit dem Chor zu einer ebenso
monumentalen Besetzung zusammen getan. Musiker und
Sänger ergänzten sich perfekt. Fanden sich im sanften Zusammenklang bei
der Bitte um Barmherzigkeit. Mit kraftvollen Stößen begleiteten
Posaunen, Tuba und Hörner die Anrufung Baals durch die Sänger. "Oh
Herr, es ist genug", warf Elias von Selbstzweifeln geplagt und
entmutigt die Sachen hin. Und das Cello (Solist: Christoph Harer)
stimmte wehmütig mit ein. Auf Elias' Zeichen hin - "Sende sie herab" -
entlud sich das Tongewitter der Streicher: Wie Blitze sausten
Klangkaskaden mit einem Heulen in die Tiefe, prasselte der Regen.
Minutenlanger Beifall belohnte Sänger und Musiker nach ihrer grandiosen
Vorstellung. Die Lust machte auf den ganzen "Elias"." (Weser-Kurier, 8. Mai 2005)
"Neujahrskonzert zeugte von Virtuosität" Neujahrskonzert Januar 2005: Brahms Violinkonzert, Tschaikowski Klavierkonzert Nr.1 (Weser-Kurier, 20. Januar 2005)
"Gute Sitten im Park" Open-Air-Konzert August 2003: Sarasate "Carmen-Fantasie", Ravel "Bolero", Beethoven 5. Klavierkonzert "Mehrere
tausend Anhänger gehobener Gaumen- und Ohrenfreuden lauschten
gestern trotz ungewisser Wetterlage dem traditionellen Hauptakteur des
Konzertes, dem Jungen Sinfonieorchester Hannover. Spätestens mit
Ravels Bolero kamen sie auf ihre Kosten: Der junge Dirigent Tobias
Rokahr erwies sich als ein klug disponierender Orchesterleiter und
wurde mit kräftigem Applaus belohnt. Nach
der Pause kam auch noch ein bisschen Regen, es kam aber auch der
Pianist Eugene Mursky, der in Beethovens fünftem Klavierkonzert
große Gesten und feine Lyrik zu verbinden wusste. Genau das richtige
Klangpolster, um die sanfte Berührung von Proseccogläsern
stimmungsvoll zu untermalen." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 1. September 2003) Sommerkonzert 2002 „Nach
einer übergroßen Schlußsteigerung bricht die 5. Sinfonie
von Jean Sibelius mit mächtigem Paukenschlag in einem schroffen Es-Dur-Akkord
ab. Wie angewurzelt hält Rokahr diesen Schlag noch in seinen herabgesunkenen
Händen, bevor er den rauschenden Beifall entgegennimmt. Soeben hatte
er das Junge Sinfonieorchester Hannover mit immer intensiverer Ausstrahlung
über eine halbe Stunde durch die in einem hochkomplexen Guß
sich präsentierende 5. Sinfonie geführt. Mit genauem Gespür
für Tempo, Dynamik, Spannung, Form und zunehmend sich "bild"enden
Gesten entlockte Rokahr dem nach besten Kräften mitspielenden Orchester
seine Idee von Sibelius' finnischer Atmosphäre zwischen endlos scheinender
Ruhe und erhabener Natur."
(Lippische
Landeszeitung vom 12. Juni 2002)
"Vital und jung" Jubiläumskonzert 40 Jahre JSO: Martin Ballade für Posaune und Orchester, Dukas "Der Zauberlehrling", Strawinsky Sinfonie Nr. 1 in Es "Wie begeht man ein 40-jähriges Orchesterjubiläum? Da sich die Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters Hannover zum runden Geburtstag noch einen neuen Namen gaben, feierte man sich auch ein wenig selbst. Aus "JSO" wird "Junges Sinfonieorchester Hannover". Längst sind die Zeiten passé, in denen unter den Gründungsleitern Barbara Koerppen und Heinz Hennig viele Schüler und nur wenige Studenten das Orchester prägten. Auf alle Fälle ist das Orchester vital und jung geblieben, man hätte ihm noch mehr Zuhörer gegönnt. Denn die musikalische Richtung mit dem jungen, bald 30-jährigen Dirigenten Tobias Rokahr und dem jugendlichen 21-jährigen Dirigenten Cornelius Meister stimmt. So boten Rokahr und das JSO dem allseits sattelfesten Posaunisten Daniel Haupt bei Frank Martins "Ballade für Posaune und Orchester" eine Partnerschaft mit viel Drive. Und ließen eine blitzblank polierte Version von Dukas' "Zauberlehrling" folgen. Ganz
locker und auswendig dirigierte dann Cornelius Meister Strawinskys 1. Sinfonie.
Es war eine kleine Sensation, wie sich der junge Meister als Meister spätromantischer
Klangwellen und melodischer Eruptionen zeigte. Ein Jubiläumshighlight.
Zu Recht viel Jubel." Hannoversche
Allgemeine Zeitung, 11.06.2001
"Jugendorchesterpreis der Jeunesses Musicales entschieden" Kinderkonzert Februar 2001: Dukas "Der Zauberlehrling", Repnikov Akkordeonkonzert, Humperdinck "Hänsel und Gretel" "Die Sieger des Jugendorchesterpreises der Jeunesses Musicales Deutschland stehen fest: Der 1. Preis über 6.000 DM geht an das Münchner Jugendorchester. Den 2. Preis erhält das Jugendsinfonieorchester Hannover (3.000 DM), den 3. Preis teilen sich das Landesjugendspaßorchester Thüringen und die Jugendblaskapelle Friedberg (je 750 DM). Geehrt werden die Gewinner am Sonntag, den 19. August 2001, 19 Uhr im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Den Rahmen für diese Verleihung bildet das Konzert des Jeunesses Musicales Weltorchesters beim Festival „young.euro.classic"; die Präsentation des Abends übernimmt die Fernsehmoderatorin Nina Ruge. Für den Jugendorchesterpreis sollten die jungen Orchestermitglieder selbst ein Benefizkonzert für die UNICEF organisieren. Es ging nicht in erster Linie um die Qualität des Konzertes – gewertet wurden vielmehr die aktive Beteiligung der Mitglieder an der Organisation, Ideenreichtum, Fantasie und Überzeugungskraft, mit der das Orchester für sein selbst gewähltes Benefizprojekt warb. Schirmherr des Jugendorchesterpreises ist der Star-Geiger und UNICEF-Botschafter Maxim Vengerov. „Diese jungen Musiker haben großen Eindruck auf mich gemacht", sagte Vengerov. „Dabei war ihr Talent ebenso erstaunlich wie ihr Einsatz für das Kinderhilfswerk UNICEF und andere Hilfswerke. Obwohl die meisten Künstler nie persönlich die Kinder kennen lernen werden, denen sie geholfen haben, können sie sicher sein, dass ihre Hilfe ans richtige Ziel gelangt." Insgesamt 193 Jugendorchester hatten sich für den Jugendorchesterpreis der Jeunesses Musicales Deutschland interessiert. Rund 10.000 Jugendliche wurden damit von dem Preis erreicht. 43 Orchester bewarben sich, 22 Orchester wurden für die letzte Runde ausgewählt, bei der eine Jury aus Kennern der deutschen Jugendorchester-Szene ein Konzert jedes Orchesters besuchte. Jugendsinfonieorchester Hannover, 2. Preis: Ein fester Bestandteil im Kulturleben von Hannover ist seit 1961 das JSO Hannover. Schüler, Studenten und junge Berufstätige erarbeiten gemeinsam in intensiver Probenarbeit anspruchsvolle Programme. Für den Jugendorchesterpreis der Jeunesses Musicales Deutschland wurde am 11. Februar 2001 erstmals ein Konzert für Kinder gespielt, der Titel lautete: "Alles Zauberei". Sämtliche
Planungen für das Konzert lagen in den Händen der Orchestermitglieder.
An viele bisher unbekannte Dinge musste gedacht werden: Was spielt man
in einem Kinderkonzert, braucht man einen Erzähler, wie bekommt man
die Kinder ins Konzert, sitzen sie auf Stühlen oder besser auf Kissen?
Die Schlange an der Kasse nahm kein Ende, und das Konzert wurde ein großer
Erfolg. Kinder und Erwachsene applaudierten dem Zauberer "Maestro Dini"
enthusiastisch. Dies war ein Benefizkonzert für Unicef, für Heimkinder
in Rumänien."
Jury
der Jeunesses Musicales, Juni 2001
![]() "Junge Sinfoniker brillierten" Frühjahrskonzert 2001: Strawinsky Sinfonie Nr. 1 in Es, Humperdinck Vorspiel zu "Hänsel und Gretel", Dukas "Der Zauberlehrling" "Einen teils märchenhaft bezaubernden, teils erfrischend schwungvollen Musikabend bescherten die jugendlichen Musikerinnen und Musiker des JSO Hannover den Gästen des Neujahrskonzertes in Osterholz-Scharmbeck. Den ebenso jungen Dirigenten, Tobias Rokahr und Cornelius Meister, war es in der Probenfreizeit im nahen Tagungshaus Bredbeck hervorragend gelungen, aus 80 Individualisten eine Orchestereinheit zu bilden. Seit
1979 zählen die ersten Tage im neuen Jahr zu den Sternstunden des
JSO. "Was wir hier in fünf Tagen erarbeiten, würde mit den wöchentlichen
Proben in Hannover ein viertel Jahr erfordern", bemerkt Meike Sörensen
aus dem Vorstand. Die konzentrierte Probenarbeit in der Jugendbildungsstätte
wirke sich positiv auf das Zusammenspiel der Musiker aus, bestätigt
der Vorsitzende des immer jungen Orchesters, Tim Köstler. Einige Orchestermitglieder
kamen bereits als Schüler dazu und sind heute als Studenten immer
noch dabei. In diesem Jahr feiert das JSO sein 40-jähriges Bestehen;
zu den Feiern luden die Gäste aus Hannover die Osterholzer für
den 9. Juni nach Hannover ein."
Osterholzer
Kreisblatt, 08.01.2001
"Charmanter Schwung" 12. Open-Air-Konzert der Chopin-Gesellschaft: Bizet "Carmen"-Suite, David Posaunenkonzert, Rachmaninov 2. Klavierkonzert "Mensch, Natur, Musik - ein plagiatverdächtiges Motto für eine Veranstaltung, an deren Originalität doch kein Zweifel bestehen kann. Das zwölfte Open-Air-Konzert der Chopin-Gesellschaft lockte gestern bei fast ungetrübtem Sonnenschein etwa 5000 Besucher mit Kind und Kegel in den Georgengarten. Mit charmantem Schwung gab das JSO Hannover mit einer "Carmen"-Suite von Georges Bizet einen Einblick in eine spanische Liebestragödie, während auf dem Rasen diskret die Sektgläser klirrten. Anschließend stellte der junge Posaunist Andreas Klein den völlig unbekannten romantischen Komponisten Ferdinand David und dessen Concertino Es-Dur vor: Ein nicht zu kompliziertes, aber wirkungsvolles Posaunenkonzert. Vor allem der magische Mittelsatz fügte sich atmosphärisch sehr ansprechend in die Landschaft vor dem Wilhelm-Busch-Museum. Zum
Abschluß gab es auf Hannovers bürgerlichstem Open-Air-Fest dann
sehr nahrhafte Virtuosenkost: Der armenische Pianist Sergei Babayan servierte
Rachmaninovs 2. Klavierkonzert mit weit ausholender Geste. Schillernde
Tongirlanden und kräftige Bässe umgaben eine halbe Stunde melodieerfüllter
Freiluftklänge, die das Publikum begeisterten."
Hannoversche
Allgemeine Zeitung, 28.8.2000
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